SATTER GROOVE
Allein seine Stimme ist ein Erlebnis. John Lee Sanders ist aber auch noch Multiinstrumentalist und ein Musiker mit viel Seele, Herz und Gefühl. Das hört man.
Frank Folgmann, in Linz lebender Gitarrist, gehen die Superlative aus, wenn er über John Lee spricht. Die Begeisterung ist verständlich, hat aber bei aller musikalischen Klasse des Mannes einen ganz einfachen Grund. In Sanders’ Selbstverständnis von Musik findet sich genau das wieder, was Folgmann seit vielen Jahren begeistert. In dem Mann aus Louisiana schwingt genau jene Mischung aus Jazz, Blues und Funk, die Folgmann als seine Welt bezeichnet.
Gut, was haben nun Folgmann und Sanders gemeinsam? Sehr viel. Die beiden lernten sich 1997 kennen, als Folgmann für einen Gitarristen einspringen musste, um beim Lend-Festival in Marburg zu spielen. Dort traf er Sanders und beschloss, für den zu den gefragtesten Sessionmusikern der Westküste zählenden Sanders eine Band für Europa zusammenzustellen. Daraus entwickelte sich eine musikalische Freundschaft, die in der CD „Bucket Full Of Blues“ gipfelt.
Hinter der World Blue Band von John Lee Sanders steckt auch – richtig geraten – Frank Folgmann. Zudem gibt Raphael Wressnig der Orgel Sporen, der Linzer Gottfried Angerer spielt den Bass, Folgmann die Gitarre und Jeff Boudreau, an der Bruckneruniverstät Lehrender, das Schlagzeug. Herausgekommen ist ein pulsierender Sound, ein großartiges Album, das vom ersten bis zum letzten Moment groovt. Das wird man auch live zu hören bekommen. (rg)
Reinhold Gruber OÖ Nachrichten 25.07.2008